Prekäre Beschäftigung ist in allen Bereichen von Museen und Gedenkstätten eher die Regel als die Ausnahme. Dies gilt auch für Einrichtungen im Zuständigkeitsbereich des Landes Berlin: Freie Mitarbeiterinnen müssen Sozial- und Krankenversicherung von ihren schmalen Honoraren bezahlen und haben trotzdem nur die Perspektive Altersarmut. Befristet Beschäftigte hangeln sich von Projekt zu Projekt. Angestellte öffentlicher Dienstleister leiden unter Lohn-Dumping. Mit der Corona-Krise kommen etliche Probleme ans Licht. Wie vielerorts hat die Pandemie diese Zustände aber nicht verursacht, sondern macht nur deutlicher sichtbar, was seit langem schief läuft: Die gesellschaftlich wichtige Arbeit in Museen und Gedenkstätten wird unter Bedingungen geleistet, die für die Mitarbeitenden, aber auch für die Einrichtungen selbst unzumutbar sind.

Als Zusammenschluss „Geschichte wird gemacht! Netzwerk für faire Arbeitsbedingungen in Museen und Gedenkstätten“ richten wir uns im Vorfeld der Wahlen zum Abgeordnetenhaus 2021 an die Berliner Bildungs- und Kulturpolitikerinnen mit fünf zentralen Forderungen:

  1. Soziale Absicherung
  2. Eine einrichtungsübergreifende Honorarordnung
  3. Umsatzsteuerbefreiung für alle
  4. Bessere Eingruppierungen
  5. Faire Befristungsregeln

Kürzlich haben wir Sendungen an ca. 130 Empfänger im Abgeordnetenhaus, im Bundestag, im Senat, in einigen relevanten Verbänden und in vielen Gedenkstätten und Museen abgeschickt bzw. abgegeben. Darin enthalten: unsere Kernforderungen, der Entwurf einer einrichtungsübergreifenden Honorarordnung und unsere neue Postkarte.

Wir freuen uns auf Unterstützung!

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